Oktober 2020

Die größte Reise meines Lebens

Lebensreise

„Wenn man eine Reise tut, kann man was erzählen“ ist ein Spruch, den die Meisten unter uns gut kennen. Geht man auf eine Reise, lernt man etwas kennen, was man bisher noch nicht persönlich kannte. So wächst mit jeder Reise an einen neuen Ort oder man bereist die selbe Gegend, um immer tiefer zu schürfen.

Auch die Lebensreise ist mit unentwegtem neu kennenlernen verbunden. Ab dem Moment, an dem auf unserer Lebensreise immer wieder die selben Landschaften auftauchen, haben wir eine Dauerkarte erworben und es tut sich nicht mehr viel Neues auf unserer Reise. Spätestens dann könnten wir uns fragen, ob wir inzwischen zum „Landschaftsinventar“ geworden sind und ob das wirklich wollen.

Ein anderes Phänomen ist das anfängliche Streben nach mehr. Mehr Urkunden, Preise, Titel, Geld und Güter. Dann beginnt ein Wechsel vom Mehr (Quantität) zu Qualität. Wir tauschen das Gleiche mit Besserem. Doch was nun, was ist noch erstrebenswerter als gute Qualität ? Sind wir damit erfüllt, kann dies ein Leben lang Glück und Zufriedenheit bedeuten. Äußere Werte bereiten inneres Glück.

Sollte es aller Dings nicht zu diesem Glück führen, könnten wir etwas genauer hinhören, was unser Innerstes ruft. Es könnte sein, dass es den nächsten Schritt wünscht, den Schritt in die umgekehrte Richtung, statt nach Außer, nach Innen. Wenn und Alles weggenommen würde und nur noch wir selbst da wären, was wäre dann noch da ? Könnte dieses Da Sein Glück und Zufriedenheit erzeugen ?

Vielleicht liegt die Wahrheit im Sowohl als auch.

Selbstwirksamkeit

Selbstwirksamkeit

Selbstwirksam sein.

Ein Leben aus sich selbst in Gemeinschaft mit den und dem Anderen. In diesem Sinne streben wir an, die Wirkung auf unser Leben aus uns selbst zu gestalten. Wenn wir einmal überprüfen, wie viel unseres täglichen Lebens von Außen bestimmt wird, können wir ermessen, wie groß der Einfluss des Außen ist.

Damit einverstanden (einig mit dem Verstand) zu sein synchronisiert Innen und Außen miteinander. Nicht einverstanden zu sein, erweitert die Trennung. Einig mit dem Verstand bedeutet, das Denken mit den Emotionen, Gefühlen und Überzeugungen zu harmonisieren. Dann entsteht aus einem Muss ein Mag oder die Überzeugung für eine andere Entscheidung, welche nicht gegen das Leben gerichtet ist.

Die Bewußtheit über die innewohnenden Qualitäten stellt einen wesentlichen Ursprung unserer Selbstwirksamkeit dar. Etwas aus sich heraus zu bewirken bedeutet die in Anspruchnahme unserer Schöpferkraft und den Abschied aus dem Opfer Dasein.

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